Tachos KOSO und Original
Ab und Dran
 

Skorpion und Moderne

Ende Juni 06, Tacho Nr. 2

Herr M. hat ja zwei KOSO-Tachos gekauft, also nochmal entsprechend bauen. Wir haben mal ein paar Bildchen gemacht, um das Vorgehen zu erläutern. Nebenbei haben wir auch noch das Hinterrad des Herrn E. in seine Bandit eingebaut (darüber hier aber kein weiteres Wort), er hatte sich einen Nagel eingefahren.

Das Ganze war in zwei locker gewerkelten Stunden erledigt (mit Bier), nicht schwierig und mit minimalem Werkzeugeinsatz zu machen. Notwendige Kenntnisse: zielgerichteter Umgang mit Lötkolben und einem Messgerät (oder Schaltplanlesen und Besitz eines ebensolchen) und wenn man sauber arbeitet eine Heißluftpistole und Schrumpfschlauch. Alles andere ist übliches Werkzeug (Inbus und Ringschlüssel und so Zeug). Nicht wundern, es bleiben einige Kabel unbelegt übrig (Temperaturlampe, Drehzahlmesser), diese werden isoliert und weggebunden.
 
Kabel verzinnen
Eigenbau in Werners Sinne
 

  • Frontverkleidung ab

  • Tachowelle am Rad lösen, Stecker der Tachoeinheit abziehen, Tachoeinheit von der Gabelbrücke abschrauben

  • Bier (im Sommer Radler) öffnen und einen kräftigen Schluck nehmen

  • Stecker von Kabelbaum dicht hinter dem Plastik abschneiden, Kabelenden abisolieren und verzinnen

  • beim KOSO mitgelieferte Kabel auf etwa 10 cm Kürzen, Kabel absetzen, abisolieren, verzinnen,

  • Messgerät zücken und suchen: Plus Blinker Links, Blinker Rechts, Fernlichkontrolle (das ist das blau/weiße Kabel), Dauerplus wenn Zündung angeschalten, Minus und die Leerlaufkontrolle (auch ein Minus, aber eben geschalten)

 
Koso befestigt
Arm und Glatze des Schreiberlings + KOSO
 

  • entsprechend der mitgelieferten Anleitung (Geil: asiatische Schriftzeichen und Englisch, viel Spaß denen, die kein Englisch in der Schule hatten) zusammenlöten, vorher je ein Stück Schrumpfschlauch drüber

  • Testen, alle Kontrolllampen und die Hintergrundbeleuchtung des Tachos sollten bei entsprechenden Schalterstellungen funktionieren

  • Heißluftpistole in Clint Eastwood Manier aus dem Halfter ziehen und den Schrumpfschlauch schrumpfen lassen

  • dickeren Schrumpfschlauch über alle Kabel ziehen und wiederum schrumpfen

  • Tacho auf die selbstgebastelte (danke Herr E.) schrauben (Loctite) und an die Gabelbrücke damit

  • Kabel ordentlich mit Kabelbindern ausbinden, Freigängigkeit beim Lenken beachten

 
Impulsnehmer
Impulsnehmerbefestigung und hochgeführtes Kabel
 

  • Magnet und Impulsnehmer an die Gabel machen (sehr schön gelöst von KOSO)

  • Kabel am Bremsschlauch entlang hochführen, anschließen

  • Verkleidung wieder dran (vorher mal über den staubigen Scheinwerfer wischen)

  • Testfahrt


Geht NICHT!? Impulsnehmer und Magnet müssen exakt parallel zueinander stehen, der Abstand muss unter einem Millimeter sein. So, jetzt gehts.
 
Tacho fertig angeschlossen
Fertig (ok, Verkleidung fehlt noch)
 


Nein, funktioniert nicht ganz. Zeigt bis 102 km/h an, dann kommt "0". Problem hatte ich auch, meiner hörte bei 119 auf, seinen Dienst zu verrichten.

Der Magnet musste weiter von der Achse weg um einen größeren Kreisbogen zu beschreiben. Müssen wir beim Herrn M. noch machen.

Dann fehlt nur noch eine kleine Uhr, die kann auf den Scheinwerfer geklebt werden.
 
Krad abgestützt
Wagenheber gibt Halt
 

Stäbchen mit Federn

Ostern. Endlich sollen neue Gabelfedern rein und natürlich auch Gabelöl.

Demontage der Holme, dazu muss das Vorderrad raus. Dazu wird das Krad mit einem Wagenheber angehoben und gesichert. Hinten stehts auf dem Hauptständer oder, besser, auf einem Motorradheber.

ALS ERSTES DIE OBEREN GABELSCHRAUBEN LÖSEN, Steckschlüssel 21mm (Wenn die Holme locker sind, kann man nicht mehr gegenhalten. Nur lösen. ACHTUNG, die Gabelstopfen stehen unter Spannung durch die Feder.)

Bremssattel ab, sichern. Vorderrad raus, Schutzblech ab. Holme an den Gabelbrücken lösen, Lenkerstummel lösen. Eventuell vorhanden Kabelbinder eines Digitachokabels lösen (alles Inbusschlüssel, ggf. Seitenschneider).

Holme nach unten rausziehen, dabei auf die Lenkerstummel achten (Lackschäden), diese dann einfach hängen lassen.

weiter nächstes Bild
 
Gabelreparatur
Stummel ab
 
...

Wenn die Stummel über der oberen Gabelbrücke montiert sind, kann man die natürlich vorm rausziehen der Holme runter nehmen. So ist es hier zu sehen.
 
Gabel öffnen 1
Gabel 1 - Distanzhülse
 
...

21er Steckschlüssel, vorsichtig die Gabelverschlussschrauben lösen. VORSICHT: Stehen unter Vorspannung. Schrauben immer festhalten, Gesicht nicht drüber halten.

Als erstes erscheint eine Distanzhülse, siehe Bild. Handschuhe, weil ich den Dreck an den Händen nicht gut finde. Und in der Garage leider kein Wasser habe, mir da also die Hände nicht waschen kann.
 
Gabel öffnen 2
Gabel offen - Gabelfeder
 
...

Nach der Hülse kann die Feder rausgezogen werden. ACHTUNG: Die Feder steckt im Öl. Also langsam rausziehen und einen Ölauffangbehälter bereithalten. Lappen kann auch nicht schaden.

Wenn die Feder raus ist, Gabelrohr umdrehen und Öl in den Auffangbehälter schütten. Das dauert. Wenn man denkt, jetzt ist alles raus mal die Gabel zusammendrücken und wieder auseinanderziehen. Nicht über die Geräusche wundern. Den Vorgang wiederholen. Wenn nix mehr rausläuft, Bremsenreiniger hineinsprühen, wieder pumpen, auskippen. Damit reinigt man das Innere.

Austrocknen lassen, den anderen Holm auch so bearbeiten.
 
Gabelfedern
Wirth und original Gabelfedern
 
...

Wirth, progressive Gabelfedern. Die sind länger, werden ohne Hülsen montiert.

Vorher: Gabelöl einfüllen, pro Holm laut MZ 350 ml. Nicht alles auf einmal einfüllen, zwischendurch wieder pumpen, um die Gabel zu Entlüften.

Anschließend die neuen Federn rein, dann die Verschlussschraube reindrehen (vorsichtig, nicht schräg anziehen, das Alugewinde ist schnell vermurkst).


 
Gabel wie neu
Progressive Federn sind unsichtbar
 
...

Einbau dann umgekehrt, keine Schrauben vergessen. Bei dieser Gelegenheit kann man gleich die Gabel weiter durchstecken. 6 cm sind möglich (obere Gabelbrücke > Oberkante Gabelholm). Haben wir gemacht, sieht man auf dem Bild. Denkbar auch, dei Stummel zwischen den Holmen zu platzieren, dann wird die Sitzposition aber schon sehr sportlich.

Wie immer: Umsichtig arbeiten, selber nachdenken.



Herr M. ist mit seiner neuen Gabel zufrieden. Ich hab dann meine auch gleich gemacht (siehe Foto, in der Garage). Auch ich bin damit sehr zufrieden. Die originalen Federn können in den Schrott, oder man baut ne Lampe und nimmt die als Fuß. Oder so.
 
Schalldämpfer
Gesucht wird: dB-Töter
 

Wird immer lauter

... Ausfahrt am Wochenende, gut vorbereitet sind wir gestartet (mehr unter TOUR 06)



An einer Ampel sagt (brüllt) Herr M. zu mir rüber: "Der Auspuff wird glaub ich immer lauter." "Das kann nicht sein, das bildest Du Dir ein."

Aber nein, irgendwo liegt der dB-Killer und kühlt ab. Hammergeboller, wie der FZR-Alutopf, den ich mal verbaut hatte. Herr M. hatte seinen Spaß und wir klangen verdammt schnell ...




 
Chamäleon vom Herrn M.
Chamäleon vom Herrn M., grad schwarzgrün
 

Willkommen

... nun ist auch der Herr M. mit einem eigenen Krad unterwegs. Taschentuchgepflegte Sport in Chamäleonlack.
 
Chamäleon vom Herrn M. von vorn
... und hier eher rötlich
 
Kam per Transporter hierher. Dabei endlich mal zwei Leute in echt kennengelernt, die ich bisher nur aus dem Netz bzw. vom Telefonieren kannte. War ne klasse Sache ...



Das Krad ist geringfügig verändert. Heck hoch, anderer Dämpfer dran, andere Fußrasten, Schaltschema umgedreht, Schutzblech hinten ordentlich zurechtgesägt ...

Die Spiegel taugen zum Lidstrich nachziehen und sehen gut aus. Lidstrich ist natürlich nicht nötig, bleibt das gute Aussehen. Rückspiegeln kann man damit nicht. Wer schön sein will muss leiden
 
Chamäleon vom Herrn M. von hinten
Harpune für den guten Ton
 
... da ist ein Schall-Töter drin. Kann man rausnehmen. Haben wir gemacht. Erinnert an den FZR-Auspuff, den ich nicht mehr hab.

Beim Starten klingt es so: WUMP ... WUMP

Herr E. sagte mal: "Das klingt nach Rennsport"